Das Wichtigste in Kürze
- Die Suchtberatungsstellen beraten Menschen, die Rat oder Hilfe suchen wegen ihres Konsums von Alkohol oder einer anderen Substanz.
- Die Suchtberatungsstellen beraten auch Angehörige und Mitbetroffene.
- Die Suchtberatung begleitet Betroffene auf ihrem Weg aus der Sucht. Das Ziel ist: Die Lebensqualität steigt und der körperliche und psychische Zustand bessert sich.
- Die Suchtberatung findet auf einer Fachstelle statt. Dabei handelt es sich um Gespräche.
- Es gibt viele weitere Hilfsangebote:
- Im Internet: safezone.ch
- Die Beratungs-App NoA-Coach: NoA-Coach – Informationen für Klient:innen in der Suchtberatung
- Ready4Life, eine Coaching-App für Jugendliche und junge Erwachsene: ready4life
Die Suchtberatung ist für Menschen mit einem Suchtproblem. Zum Beispiel, wenn jemand abhängig ist von einer Substanz wie Alkohol oder Drogen, oder einem Verhalten wie bei einer Spielsucht. Es gibt Beratungs- und Unterstützungsangebote für Betroffene und für Nahestehende.
Wie läuft eine Suchtberatung ab?
In einem ersten Gespräch sprichst du mit einer Fachperson über deinen Konsum der Substanz oder dein Verhalten. Du erzählst zum Beispiel, wann und wie viel du trinkst. Es geht darum, herauszufinden, ob dein Konsum oder dein Verhalten problematisch sind. Danach bestimmst du mit der Fachperson mögliche Ziele. Das ist wichtig: Du entscheidest immer selbst, was du tun willst.
Was ist das Ziel der Suchtberatung?
Die Beratung richtet sich nach deinen Bedürfnissen und Behandlungszielen. Fachpersonen unterstützen dich, mit der Sucht umzugehen oder auszusteigen. Das Ziel ist: Die Lebensqualität steigt und deine körperliche und psychische Verfassung bessert sich. Wichtig ist auch deine soziale und berufliche Integration.
Welche Beratungsangebote gibt es für Betroffene?
Die Suchtberatung findet in der Regel in einer Fachstelle statt. Danach gehst du wieder nach Hause. Vielleicht hast du Mühe, deinen Alltag sinnvoll zu gestalten. Dann kannst du in eine Tagesklinik, Wohnheim oder ein Tageszentrum besuchen.
Weiter gibt es Integrationsangebote, so zum Beispiel vom Blauen Kreuz. Das Ziel ist die Wiedereingliederung in den Alltag.
Gesprächs- und Selbsthilfegruppen bieten ebenfalls Unterstützung. Hier findest du mehr Informationen zu den Gruppen.
Es gibt auch Beratungsangebote im Internet. Bitte beachte: Wende dich nur an eine seriöse Online-Beratungsplattform. Die Webplattform SafeZone.ch bietet eine anonyme und kostenlose Online-Beratung. Die Beratung findet schriftlich via E-Mail oder Chat statt.
Gut zu wissen: Du musst zwar ein Konto auf SafeZone anlegen. Du musst dazu aber keine persönlichen Daten eingeben. Auf SafeZone findest du auch Antworten auf häufig gestellte Fragen, Selbsttests und Informationen zu lokalen Hilfsangeboten.
Welche Beratungsangebote gibt es für Angehörige und Mitbetroffene?
Eine Sucht betrifft immer auch die Mitmenschen der suchtkranken Person. Angehörige und Mitbetroffene erhalten ebenfalls Hilfe bei einer Beratungsstelle.
Nützliche Links & Videos
Hier findest du eine Liste mit nützlichen Links:
- Gratis Online-Beratung: safezone.ch
- Beratungsstellen des Blauen Kreuzes in deiner Nähe: Beratung – Blaues Kreuz Schweiz
- Suchtberatungsstellen in der ganzen Schweiz: suchtindex.ch